Review

Alev - We Live in Paradise (Tipp!)
 
Modern Alternative Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
s.a.d. music
s.a.d. music
51:23 min
12


 

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Es ist schon irgendwie cool, wenn man eine Band seit Jahren und über viele Konzerte aufmerksam verfolgt hat und sie dann plötzlich einen Plattenvertrag bekommt - wie hier im Falle der Münchner Formation ALEV geschehen. Diese Musiker haben sich in den letzten Jahren wirklich den sprichwörtlichen "A.." abgespielt, tingelten durch kleine Hallen & Clubs und traten auf unzähligen (Nachwuchs) Festivals auf und jetzt haben sich alle Mühen verdientermaßen ausgezahlt. Die erste offizielle CD "We Live In Paradise" liegt jetzt vor, darauf enthalten sind 12 energetische Songs im modernen Alternative Rockgewand und tatsächlich ALEV haben auf dieser CD musikalisch noch mal einen Sprung nach vorne gemacht. Weiterhin positiv, von den beiden bisherigen ebenfalls sehr gelungenen Eigenproduktionen haben gleich mehrere Songs den Weg auf das Album gefunden. Hierfür wurden alle Tracks natürlich noch einmal komplett neu aufgenommen und abgemischt. ALEV machen stilistisch keine simplen Rocksongs von der Stange mit vordergründig sofort eingängigen Melodien, nein diese Band ist schon etwas eigenwillig, nicht nur was ihren zwischen modernen Alternativ Rock und leichten Nu Metal Anleihen geprägten Sound betrifft. Nein, auch der gesangliche Mittelpunkt, die Sängerin Alev Lenz mit ihrem charismatischen Organ über mehrer Oktaven, bietet etwas ganz besonderes weit abseits der gängigen Plastikrockkultur. ALEV erinnert mit ihrem ausdruckstarken und hellen Organ sowie den beabsichtigten Stimmüberschlägen manchmal etwas an ALANIS MORISETTE oder den CRANBERRIES z.B. bei "Take A Look Around" bleibt dann doch wieder ganz eigenständig, einfach klasse. Hauptsongschreiber Marc Fleischer beweißt ein sehr gutes Händchen für packende Songs und schafft es, viele gute Ideen in durchdachter laut/leise-Abfolge zu kombinieren ohne beliebig zu sein. Auch die übrigen Bandprotagonisten Saner Ariduru (Keys./Guitar), Martin Fahrnholz (Bass) und Niki Brockt (Drums) liefern einen soliden Job und bieten den idealen Rahmen durch abwechslungsreiche Gitarren, Bass, Schlagzeug sowie einem relativ spartanischen Keyboardeinsatz. Wütende agressiv-schweren Gitarrenriffs kombiniert mit gelegentlich eingestreuten gelungenen Solos folgen wieder atmosphärisch verträumten Parts mit teilweise fast schon progressiven Zügen und das alles in einem stets etwas melancholisch gehaltenen Klangbild. ALEV (aus dem türkischen übersetzt bedeutet dies soviel wie "Flamme) zeigen sich auf dieser CD bei ihrem Debüt bereits als gewachsene bzw. eingespielte Einheit, legen Wert auf Ecken & Kanten in ihren durchdachten Arrangements, so dass auf den aufmerksamen Zuhörer trotz gesunder Härte auch noch viele lohnenswerte Einzelheiten warten. Die herausragenden Songs nach einem fetten Intro sind neben "Time Will Show" mit seinen harten Riffs und etwas orientalisch anmutende Klängen, das flotte "Youth (Sleep Well)" sowie die beiden absoluten Oberhämmer, die ruhige Ballade "Dying Everyday" sowie das absolute Highlight das episch-intensive "Sweet Lullaby". Als kleinen Bonus gibt es noch als 12 Titel den Track "Bugün Degismezsek" einer türkischen Version von "If We Ever (Massdestructive Ignorance)!. Insgesamt ist "We Live in Paradise” von ALEV ein äußerst bemerkenswertes Debütalbum geworden, dass ich nur jedem Rockfan wärmstens an Herz legen muß. (maio)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Wirklich gut gelungenes Review, Hut ab! :) Mein persönlicher Favorit auf dem Album ist und bleibt aber "If we Ever", wenngleich ich eigentlich alle Tracks heiß liebe. Bei mir läuft die Scheibe mindestens einmal am Tag durch, manchmal auch wesentlich öfter. Hoffen wir auf eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung und auch ich kann dieses Album jedem Rocker wärmstens empfehlen! Grüße aus Wien, Gernot
- Gernot <gernot@alev-fanclub.de> (21.02.2005)
 
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vom 20.04.2005 (d)
(eingetragen von maio)
 
Berichte
 
Summer End 2003 - Samstag
(am 30.08.2003 von xhb)
Rock Im Warndt
(am 15.05.2004 )
 
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Keine Einträge
 
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