Review

Paradise Lost - Paradise Lost (Tipp!)
 
Gothic Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
GUN Records
BMG
-:- min
12


 

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Nick Holm und Greg Mackintosh hatten im Vorfeld zum zehnten PARADISE LOST Studio-Album eine Menge versprochen. Melancholischer, melodischer und vor allem härter als alles, was die Band in den letzen zehn Jahren gemacht hat, sollte der neue Rundling sein. Klar, dass sich bei diesen Aussichten viele Fans Hoffnungen gemacht haben, dass es nun zu "Icon" und "Draconian Times" Klängen zurückgehen würde. Gut, wer den Weg der Band verfolgt hat, weiß, dass sich PARADISE LOST nicht wiederholen wollen und es auch nicht tun werden. Dennoch hat sich die Band endgültig ihrer Stärken besonnen und ein Werk geschaffen, das all das beinhaltet, was diese Gruppe ausmacht. Zugunsten der wiedergewonnenen Härte hat man auf so ziemlich alles Elektronische verzichtet und stattdessen wieder auf ordentliche Gitarren gesetzt, die ja bekanntlich zu "Host" Zeiten bei PL nicht mehr Programm waren und nur langsam den Weg zurück gefunden haben. Da versteht es sich von selbst, dass die Herren Aedy und Mackintosh wieder Sachen auspacken, die teilweise weit in die Vergangenheit Band zurück reichen. Doch das, was diese Band am meisten ausmacht ist diese fast grenzenlose emotionale Intensität, diese düstere Aura, die PARADISE LOST seit jeher umgeben hat und die nun ausdrucksstärker denn je von Nick Holmes vorgetragen wird. Und diese einzigartige Atmosphäre ist schon beim Opener "Don’t Belong", einem schleppendem Track mit toller Melodie allgegenwärtig und zieht sich von nun an wie ein roter Faden durch das Album. Zu Beginn des zweiten Tracks wird klar, was es heißt, dass bei PL nun wieder die Gitarren regieren. Hier hat eines der besten Gitarrenduos der Welt (ja, sie können es wirklich noch) wieder zugeschlagen und macht diesen doomig angehauchten Rocker zusammen mit dem glasklaren Refrain zu einem echten Ohrwurm. Ein düsteres Riff läutet dann den Rocker "Grey" ,eigentlich als erste Single geplant, ein. Hat nicht ganz das Niveau der ersten beiden Tracks, ist aber immer noch besser als so ziemlich alles, was seit "Host" zu hören gewesen ist. Fast balladesk beginnt dann "Red Shift", eine echte Emo-Wuchtbrumme, bei deren Ausdrucksstärke mir fast die Tränen in den Augen stehen. Definitiv ein sehr emotionaler Song, wie ihn nur PARADISE LOST hinbekommen. Sehr beklemmend wirkt dann auch "Sun Fading", das von der Atmosphäre her sehr an "Icon erinnert" und ebenfalls eine ganz starke Nummer ist, auch wenn man dazu neigt, diesen Track bei den ersten Durchläufen fast zu ignorieren. Es folgt "All This Was" bei dem sich cleane Parts mit einem aggressiven Refrain mischen, guter Track! Nicht nur gut, sondern spitze sind dann "For All You Leave Behind", dem man richtig die Verzweiflung anmerkt die Nick hier in die Wagschale wirft, und "Accept The Pain", dem wohl besten PARADISE LOST Song seit 1995: simpel, super melodiös und emotional ohne Ende. Seit einiger Zeit vergeht bei mir kein Tag mehr ohne diesen Track. Stark ist hier als Attribut maßlos untertrieben! Mit "Shine" haben dann die Jungs auch eine Art Ballade am Start, die auf mich trotz allgegenwärtiger Gitarrenpower etwas kraftlos wirkt. "Spirit" ist ebenfalls ein sehr guter Song, der aber einige Durchläufe benötigt. Mit fast aufdringlicher Eingängigkeit glänzt dann die Singleauskopplung "Forever After", bevor mit dem Doomster "Over The Madness" dann in der Tat das beste PARADISE LOST Album seit "Draconian Times" beschlossen wird. Bis auf ein, zwei nicht ganz so starke Songs gibt es eigentlich nur die Tatsache zu kritisieren, dass man nicht auf die 5 Track "Forever After" EP verzichtet hat, und die vier non album Tracks hier mit drauf gepackt hat, dann wäre "Paradise Lost" wohl fast vollkommen. Aber auch so wird dieses Album so ziemlich allen PARADISE LOST Fans gefallen, was erste Reaktionen beweisen. Gothic Metal aus einer anderen Dimension! (lk)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Naja naja, gut mit ,,Don´t belong", ,,For all you leave behind", ,,Spirit" oder ,,Over the Madness" haben Paradise Lost einige annehmbare Lieder auf dem Album, aber wirklich beschissene, kalkulierte, SEELENLOSE Pop-Nümmerchen wie ,,Forever after" mindern den guten Eindruck dieser Lieder dann doch gewaltig. Der Text dieses Liedes besteht aus vielleicht 15 Wörtern, wahrscheinlich damit die hohlen Discospacken, die das Teil ansprechen soll, nicht überfordert werden. Ganz arm. Es wirkt einfach alles zu gezwungen, an die ersten fünf Scheiben kommen Paradise Lost niemals wieder ran, da können sie noch tausend Sprüche der Marke ,,härtestes Album seit 10 Jahren" ablassen.
- Fetter Hobbit (25.02.2005)
 
Na jetzt aber...:-) Ich fand und finde dieses Album geil und dieses neue wenn-es-nich-voll-rein-haut-isses-Pop Denken is n bissl oberflächlich
- Narcotic (28.02.2005)
 
Außerdem hast du jawohl eindeutig "Accept the Pain" vergessen,den besten PL-Track seit Jahren. Ich finde es das beste PL-Album überhaupt,auch besser als Gothic oder Draconian Times. Geil,geil,geil! Genau so liebe ich die Band.
- Metalfreak <nichteinverstanden@yahoo.de> (01.03.2005)
 
Beste Scheibe seit Icon! (Ja, insgesamt auch besser als Draconian Times!) Im einzelnen: Dont belong (8,5/10) Close your eyes (7/10) Grey (7/10) Redshift (8/10) - wäre noch besser, wenn nach dem zweiten Refrain, wenn das Metal-Riff in Kombination mit den Drums einsetzt, sich selbiges - als Überraschung zu den ansonsten größtenteils konventionellen Songstrukturen bis auf "Getting over the Madness" - verselbständigen würde und weiterimprovisiert werden würde zu einem SCHNELLEM DIABLISCHEN Orkan und dann die melodische helle Gitarre gegen Schluß hineingespielt werden würde. Das Tempo nochmal rauszunehmen verschenkt die Energie (und musikalischen Möglichkeiten!) leider etwas! Forever after (5/10) - Sorry PL, but MTV-Rock! Sun Fading (8/10) - Anders! Laws of Cause (7/10) All you leave behind (6,5/10) Accept the Pain (6/10) Shine (6,5/10) Spirit (6,5/10) Over the Madness (11/10) !!! - Der ÜBERSONG! Für mich bester PL-Song EVER! Gesamt: 8/10 Klasse Album, deutlich besser als die beiden letzten! Nach der Mitte ein wenig einseitig, hatte dadurch ein wenig Längen an der Stelle. Für mich hat da zur Abwechslung - zB. als Track 8 - ne ECHTE Düsterballade (durchgängig dunkel und ruhig/ohne Gitarren) gefehlt, um noch mal was ganz anderes auf dem Album zu haben, um noch facettenreicher zu sein und noch mehr Atmosphäre aufzubauen. Beim ersten Hören inclusive des vorletzten Tracks schon ein Klasse-Album. Aber was dann kam, war unbeschreiblich! "Over the Madness": Was für ein Song! Gegen Ende hatte ich Tränen in den Augen, so gewaltig ist dieser Song! Nur für diese unglaublichen 5 Minuten Musik lohnt sich schon das Album!
- Stefan Saß <stefan.sass@alice-dsl.de> (02.03.2005)
 
Gut!
- Ich (10.04.2006)
 
Reviews
 
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(am 22.09.2001 von maio)
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(am 06.11.2003 von laetti)
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(am 21.09.2009 von lk)
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(am 16.02.2005 von lk)
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(am 01.08.1999 von ldb)
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(am 22.10.2002 von lk)
Symbol Of Life/Paradise Lost (2 Originals)
(am 14.01.2007 von dod)
 
Interviews
 
vom 25.01.2005 (d)
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vom 30.09.2009 (d)
(eingetragen von lk)
 
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Paradise Lost, Within Temp...
(am 18.02.2003 von bjm)
With Full Force 2010 - Son...
(am 04.07.2010 von lh)
 
Tourdaten
 
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Weitere Infos
 
 
Internet
 
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