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So ganz solo ist ja dieses Soloprojekt von Janne Warman nicht. Schließlich hat man derzeit als finnischer Musiker, erst recht, wenn man von Children of Bodom kommt und somit als Keyboarder schon einige Referenzen aufweisen kann, wohl kaum Schwierigkeiten, weitere hochkarätige Musiker zusammenzutrommeln. Das hat der mutige Krieger denn auch getan und bei der Allstarband Sinergy angeklopft, von denen er denn auch Sängerin Kimberly Goss und Gitarrist Roope Latvala gewinnen konnte. Des weiteren Basser Jari Kainulainen, dessen Einfluß aus Stratovarius nicht zu überhören ist. Das nur zu den bekanntesten Gastmusikern, es tummeln sich aber noch mehr auf der Platte. Nichtsdestotrotz sollte das Album nun mal hauptsächlich von Janne geprägt sein. Erwartungsgemäß ist es denn auch ziemlich keyboardlastig. Über weite Strecken finden sich dann auch immer wieder Keyboardsoli. Wer Rhapsody mag oder Stratovarius, dürfte damit aber klarkommen. Damit es nicht zu fiedelig wird, haben der oder die Warmen darauf geachtet, die Gitarre nicht zu kurz kommen zu lassen. Kräftige Trommeln und ein abwechslungsreicher Bass sorgen zudem dafür, dass das Album eine deutlich metallische Note bekommt. Die meisten Songs sind zudem atemberaubend schnell. Vor Melodien sprudelt die Platte nur so über, dabei ist das Songwriting aber komplex genug, dass man sich nicht gleich beim dritten Durchlauf langweilt. Zum Beispiel gibt es allein ein dreieinhalbminütiges Intro(!) zur Treasure Within, das es ziemlich in sich hat. Wer sich ein wenig für gelungene Kompositionen begeistern kann und auch vor einem Hauch Klassik nicht zurückschreckt, wird am unbekannten Soldaten seine helle Freude haben. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Instrumenten, wodurch das Album z.T. eine recht verträumte Note bekommt, die fast an Amorphis zu Thousand Lakes Zeiten erinnert. Überhaupt findet man eine Menge Einflüsse nordischer Bands, aber auch genug eigene Ideen von Janne (der für das gesamte Songwriting verantwortlich ist), um der Platte eine ganz besondere Note zu verleihen. Wer also mal wieder Lust auf Power Metal hat, der mal nicht von der Stange kommt, der möge mal ein oder zwei Ohren riskieren. (arw)
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