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So ein ganz klein wenig bekommt man ja durchaus den Eindruck, daß hier jemand mit einem mittlerweile bekannten Namen noch mal ganz gut Kasse machen will. Wer angesichts des Titels verwirrt ist oder einen Freudensprung macht, der sei mal aufgeklärt bzw. auf den Boden geholt: Winter’s Bane gibt es nicht mehr. Die Band hat sich 1990 gegründet und zwei Demos rausgebracht, das zweite 1992 bei Massacre Records - genannt Heart of a Killer. Danach sind sie in der Versenkung verschwunden. Ob zu recht oder nicht, darüber mag man streiten, Fakt ist, daß Sänger Tim Owens mittlerweile jedem durch Judas Priest bekannt sein dürfte. Kommerz hin oder her, wer Winters Bane noch nicht kennt bzw. gekannt hat, aber auf guten Metal steht, kann hier gnadenlos zugreifen. Der Rest möge sich nicht allzu sehr ärgern, daß die Re-Issue mit ein paar Bonustracks der ersten Demo aufwartet. Immerhin ist es eine Doppel-CD. Außerdem gibt es noch einen Song (Fear of Death), der auf der ersten Veröffentlichung fehlt. Heart of a Killer ist ein Konzeptalbum, bei dem einem schon die Story die berühmten Nackenhaare aufstellt. Ein 8-facher Mörder wird zum Tode verurteilt. Während der Hinrichtung kann er sich befreien und attackiert den Richter. Dieser wacht etwas später im Krankenhaus auf. Was er noch nicht weiß: bei all der Aufregung hat er eine Herzattacke erlitten und das Herz des Mörders transplantiert bekommen. Klar, daß er nun von den Visionen und Geistern des Killers heimgesucht wird. Abgefahren? Dann hört Euch mal die musikalische Umsetzung an! Schon beim Intro schaut man lieber noch mal nach, ob man auch abgeschlossen hat. Text und Musik passen wirklich perfekt zusammen. Zu Ripper, äh sorry, Tim Owens muß ich ja nicht viel sagen. Unterstützt wird seine Vokalakrobatik durch das abwechslungsreiche, druckvolle Gitarrenspiel von Lou St. Paul und Terry Salem Wyszynskis heftiges Drumgeknüppel. Abgerundet durch die fette Produktion liegt hier eigentlich ein wirklich gutes Konzeptalbum vor - mit dem Wermutstropfen eben, daß es eigentlich schon acht Jahre alt ist. Um so erstaunlicher eigentlich, daß es alles andere als veraltet klingt. (arw)
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