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Na, da hat er uns aber wieder einen arg gitarrenlastigen Sound beschert, der Jeff Waters, der die Jeff-Waters-Band, besser bekannt als Annihilator, mal wieder selbst produziert hat und dabei keinen schlechten Job gemacht, ebensowenig wie bei den Songs, die prinzipiell erst mal seine Handschrift tragen. Wunderbar solide, diese abgestoppten Riffs, die live mit dieser unglaublichen Präzision kommen, wie es nur Annihilator können. Insofern also alles beim Alten, bleibt jedoch das große Fragezeichen, wie macht sich der fünfte Sänger auf dem siebten Studioalbum, Joe Comeau? Nun, er schlägt sich beachtlich, zeigt eine enorme Bandbreite, klingt mal wie Dickinson, mal wie Dirkschneider, mal wie Gus Chambers, mal wie Jeff Waters selbst - nur wie Comeau klingt er eben nie. So macht für mich auch der Albumtitel Sinn, denn Comeau und Band sind in diesem Karneval teuflisch gut verkleidet, klingen in "´Shallow Grave´ mal wie AC/DC oder Accept, in ´The Perfect Virus´ wie Grip Inc. usw. Ein heiterer Mummenschanz also, den es im kommenden Interview noch zu klären gilt. Im Großen und Ganzen regieren auf ´Carnival Diablos´ die Midtempo-Parts und -Stücke, aber nicht zu selten treten die flinken Kanadier auch mal das Gaspedal zum Bodenblech (in ´Hunter Killer´ oder ´Battered´), dazu leiert sich Waters wieder einmal wunderhübsche Soli aus dem Handgelenk, so dass sicher kein Annihilator-Fan enttäuscht sein dürfte. Passend zum Karneval gibts als Bonustrack dann auch noch eine Ulk-Nummer namens ´Chicken And Corn´, die ein kurzweiliges Album abschließt, das meines Erachtens in der Mitte einen kleinen Durchhänger hat, aber beim wiederholten Durchhören durch immer neu zu entdeckende Details zu begeistern weiß. Wie übrigens auch das hübsch gestaltete Booklet. (mono)
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