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Irgendwie bin ich mir nicht ganz einig. Haben sich die Österreicher EDENBRIDGE hier wirklich einen Schritt nach vorne bewegt? Nun, sie werden auch mit Album Nummer fünf bestimmt nicht "die neuen Nightwish" - und ich bin mir sicher, dass das auch nicht der Anspruch ist. Bei EDENBRIDGE geht schließlich seit je her alles irgendwie harmonischer, ruhiger und ein bisschen weniger kantig zu. Der Opener "Terra Nova" hüpft einem dennoch ohne langes Zögern angenehm direkt aus den Boxen und kann u.a. mit seinem originellen James Bond-artigen Riff genau wie fast der gesamte der Rest der Scheibe überzeugen. Zwar fehlt "The Grand Design" der Melodic-Überhammer, der den Vorgänger "Shine" in meinen Augen ausgezeichnet hat (eben dessen Titeltrack "Shine") - höchstens "On Top Of The World" stößt in Dimensionen vergleichbarer Eingängigkeit vor –, dennoch ist das Gesamtniveau hier durchweg hoch. Chöre, Instrumente, mehrstimmige Passagen - all das wurde von Threshold Mastermind Karl Groom wirklich gut gemixt. Ich würde mir für EDENBRIDGE jetzt allerdings wünschen, den nächsten Schritt zu wagen und für ein, zwei Neuerungen zu sorgen. Dass sie gute Songs schreiben können, haben sie inzwischen demonstriert - jetzt gilt es, ein paar mehr Haken in die Musik einzubauen. Sonst wird man irgendwann kreativ zu ausrechenbar und so enden, wie "The Grand Design": Gegen Ende wirkt alles doch ein wenig harmlos (was im vorliegenden Fall aber auch am beschaulichen Bonus-Instrumental "Empire Of The Sun" liegen mag). Musikalisch unterm Strich dennoch eine tolle Platte - so richtig geil wäre sie aber erst mit etwas mehr "Wumms" (z.B. einem organischeren Drumsound) und ohne so Disney-Nullnummern wie "The Most Beautiful Place". (heavy)
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