Review

Fear Factory - Digimortal (Tipp!)
 
Industrial Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Roadrunner
Connected
43:13 min
11


 

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Als Fear Factory vor gut acht Jahren ihren damals noch sehr Death Metal-lastigen Dampfhammer namens "Soul Of A New Machine" in die Läden stellten, hatte ich nicht wirklich viel Geld, um mir CDs zu kaufen, immerhin war ich erst elf. Also half ich der Vergrößerung meines musikalischen Horizontes per Tapetrading auf die Sprünge und eines schönen Tages landete ein Tonband mit der Aufschrift "Soul" in meinem Tapedeck. Was darauf zu hören war verdrehte mir gehörig meinen infantilen Kopf und ich mußte herausfinden, wer der Urheber dieser verdammt eigenständigen Death Metal-Granate war. Eben diese Band warf ca. 3 Jahre später mit "Demanufacture" eines der wichtigsten Werke auf den Markt, das die harte Musikszene je gesehen hat. Die Mischung aus aggressivem Metal und Industrial-Klängen war geradezu revolutionär. Mit "Obsolete" folgte ein weiterer Meilenstein der harten Zunft und nun, nach drei Jahren des ungeduldigen Wartens beglücken uns die Herren aus der Angstfabrik mit ihrem neuen Werk Digimortal. Und wahrlich: welch ein Glück! Diese Scheibe ist eine dermaßen fette Sache, daß ich beim ersten Hördurchlauf meinen Ohren kaum zu trauen wagte. Fear Factory sind ihren Markenzeichen ohne Zweifel treu geblieben: Dino schraddelt sich munter durch eine Gitarrenwand nach der anderen, Burton glänzt wie gewohnt mit seiner Stimme, wobei das Verhältnis zwischen gebrüllten und gesungenen Gesangspassagen weitesgehend ausgewogen ist, Christian pumpt uns den Bass mitten in die Fresse und Raymond.... Sagt mal, das kann doch kein Mensch sein! (Zitat eines befreundeten Tontechnikers:"Verdammt, ich habe dem Typen mit eigenen Händen die Trigger ans Drumkit gebaut, aber der Kerl hat die Dinger einfach nicht gebraucht!") Dieser Übermensch von Schlagzeuger prügelt uns erneut mit einer Präzision, die Ihresgleichen niemals finden wird, die Sechzehntel um die Ohren, daß man eigentlich noch Wochen später grinsend mit einem Dauerständer in der Gegend herumlaufen müßte. Auffallend ist, daß die Produktion dieses Mal wieder deutlich Schlagzeug-orientierter ausgefallen ist, als bei Obsolete, was den Druck ins Unermeßliche steigert. Dafür verantwortlich ist kein geringerer als Rhys Fulber (ex-Frontline Assembly), den seit der 93er EP "Fear Is A Mindkiller" eine enge Freundschaft mit den Musikern verbindet und der auf dem neuen Output nun wieder die Kontrolle über die Inputs hatte. Auch musikalisch hat dieser Wechsel am Pult seine Konsequenzen, denn die synthetischen Klänge haben auf "Digimortal" einen besonders hohen Stellenwert, was der Gesamtstimmung trotz der recht warmen Produktion eine gewisse Kälte und Aggressivität gibt. Fear Factory haben es wieder einmal geschafft und erneut einen Soundtrack für ein Zeitalter abgeliefert, was ich persönlich nicht unbedingt erleben möchte! Nur Geil! (cs)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Hab die neue FF nur mal kurz im Auto gehört. Muss schon sagen, war einiges geiles dabei, obwohl sie nie an die "Demanufacture" rankommen wird.
- Jochen Z, <jochen@metal-inside.de> (14.03.2001)
 
Zweifelsohne ein mächtiges Album und ein würdiger Nachfolger für die Meilensteine. Den Kommentar hier tipp ich gerade im Knien, wie es der Scheibe gebührt. Bemerkenswert ist, dass Burton jetzt nicht mehr nur zwischen Schreien und Singen pendelt, sondern auch melodisch schreien gelernt hat, ansonsten alles wie gehabt, nur Ohrwürmer, "Linchpin" und "Invisible Wounds (Dark Bodies)" sind meine Anspieltipps.
- mono <mono@metal-inside.de> (16.03.2001)
 
...ach ja nochwas: eins fehlt der Platte, nämlich ein song mit Gebretter. "Acres Of Sin" geht zwar gut nach vorne los, aber das is ja bestenfalls Doubletime, geknüppelt wird als fast nix, man walzt lieber platt statt alles umzurennen. P.S.: Lieber cs, was sind denn ans Schlagzeug rangebaute Trigger? Ich hab das immer noch nicht kapiert, dachte da werden nur Mikros zum Abnehmen hingestellt.
- mono <mono@metal-inside.de> (19.03.2001)
 
Ihr und eure Trigger!!! Kann mir mal einer erklären, was das nu genau is, sonen Trigger? Ich kenn Tiggers Grosse Abenteuer... sowas in der Art? *g* Nun zu FF: Die CD ist der Hammer in meinen Augen! Ganz anders als Demanufacture aber melodisch, kalt und fett auf einmal - gut, Geknüppelt fehlt, aber mir ist das nicht negativ aufgefallen, weil ich auf der CD zum ersten Mal bei FF die langsamen Tracks richtig gut finde! Auch wenn ich Rhys den Weggang von FLA nie verzeihen werde...
- Torben <torben@metal-inside.de> (19.03.2001)
 
Also Torben: Triggern bedeutet, die einzelnen Trommeln am Schlagzeug über midi, also ein Steuersignal mit vorgefertigten Sounds zu synchronisieren. Für gewöhnlich werden dabei anschlagdynmamische Pads benutzt, die an der jeweiligen Trommel angebracht werden. So kommt der Sound nicht vonner Trommel, sondern ausm Rechner. Hab mir gerade so´n Triggermodul gekauft, ist total spaßig! Neben dem danmit perfekt ausgesteuerten Signal wird oftmals auch das Tempo getriggert, d.h. alles wird in den richtigen Takt gerückt. Für Mono: Soweit ich weiß, können die Midi-Signale auch über Mikros angesteuert werden, für gewöhnlich nimmt man aber Pads.
- christoph <christoph@metal-inside.de> (19.03.2001)
 
Hell!!! Also ich find die neue Fear Factory echt geil, aber sie kommt längst nicht an die Demanufacture ran, aber trotzdem geil, Fans können blind zugreifen! Auch Leute die die Gruppe nicht kennen sollten sie die neue CD mal anhören, vielleicht gefällts ihnen ja!!! METAL RULEZ!!!!!!
- viper233 <viper233@gmx.de> (26.03.2001)
 
schade, schade...
die ham sich nu getrennt :(
digimortal war echt jut!
Aber nicht ihr bestes album.. So ein Rap, wie Back the fuck up, hätt echt nich sein müssen.. trotzdem supi ;)
- Tenshi <webmaster@animewizdom.de> (09.03.2002)
 
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(eingetragen von cs)
 
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