Review

Terminal Choice - New Born Enemies
 
Electro Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Out of Line
SPV
52:11 min
16


 

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Vergesst BLUTENGEL und TUMOR, denn TERMINAL CHOICE sind wieder da. Chris Pohl hat das Glück, in seinen kaum überschaubaren Projekten alle Seiten auszuleben zu können. "New Born Enemies" unterstreicht eindeutig seinen harten metallischen Wesenszug. Denn hier vereint sich Elektronisches mit Analogem. Startet "Golden Days" noch recht elektronisch mischen sich doch sehr schnell unanständig harte Gitarren und stampfende Beats ins Spiel, so dass ein höchst tanzbarer Ohrwurm stehen bleibt. Und eben dieser Ohrwurm schlängelt sich durch das gesamte Album. Klar, geklaut wird auch, die Coverversion von YAZOOs bekanntem "Don´t Go" fetzt jedoch nicht so erfolgreich durchs Ohr wie das gebellte "Call Me", welches THE KOVENANT Freunde schmunzeln lassen wird. Ungewöhnlich viele Assoziationen fliegen hier durch den Kopf, ähnlich wie beim alles in den Schatten stellenden Floorfiller "Devil Daddy" scheint der böse ROB ZOMBIE frech um die Ecke zu grinsen. Mit "Little Seventeen" räkelt sich Mr. Ohrwurm wieder im Rampenlicht, böse, melodisch, hart und trotzdem elektronisch. Plötzlich schmeichelt "Nothing" mit leichten und zierlichen Pianoklängen, steigert sich jedoch zu einem fetten Song mit 1a Gitarren im NIN Style. Zwischen den Songs betten sind immer wieder einige Sekunden dauernde noisige Soundgebilde, deren Sinn sich mir entzieht. Apropos sinnbefreit: spoken Track Nr. 1 warnt uns großkotzig vor Beschädigung unseres Nervensystems durch das Hören dieser CD. Gut. Leider zieht sich das Album im letzten Drittel böse in die Länge und die Songs werden austauschbar. "I Want 2 Know" trumpft noch einmal mit herrlichem Schnarren in Chris Stimme und einem guten aber irgendwie bereits bekannten Refrain. Ein bisschen mehr Drumgewitter und ich würde trotzdem und tatsächlich vom besten New-Metal-Album des Jahres sprechen, mit dem Chris mal wieder die Szene teilen wird wie Moses. Aber vielleicht schafft "New Born Enemies" auch das längst Überfällige, nämlich zwei ewig geteilte Szenen zu verbinden und Gothic und Metal Fans nebeneinander zum Tanzen zu bringen. (sk)
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