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Eisbrecher - Antikörper
 
Electro Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
AFM
Soulfood
: min
14


 

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Es ist an der Zeit EISBRECHER einmal losgelöst von ihrer MEGAHERZ- Vergangenheit zu betrachten. Die Mischung aus harter Elektronik und bratenden Gitarren ist sicher nicht neu, und Siebenmeilensprünge an Innovation machen EISBRECHER mit "Antikörper" offensichtlich auch nicht, doch darauf kommt es dieses Mal nicht an. Denn die Umsetzung ist nicht nur extrem konsequent sondern auf eine klassische Weise einnehmend und natürlich durchgehend tanzbar. Die Songs von "Antikörper" sind wie an einer Kette aufgereihte Perlen, einander sehr ähnlich, zueinander passend und von einer maß- und zeitlosen Ästhetik. Der größte Song von allen mit seinem genialen Zwischenpart (Minute 3:11) ist unbestreitbar "Ohne Dich". Hier harmoniert die ausnahmsweise weich akzentuierte Stimme mit rhythmischen Synthieklängen und filigranen Effekten, welche fast in den bombastischen Flächen verschwinden. Elektronische Wut und Verzerrspielereien ("Phosphor", "Adrenalin"), der neckische Titelsong und das von Gothrock angehauchte "Vergissmeinnicht" werden umrahmt von einem verstörenden Instrumental- Intro und Outro. Überhaupt gibt es mehr rein instrumentale Phasen ("Kinder Der Nacht"), welche dem Gesamtwerk gut zu Gesicht stehen und den Hörer atmen lassen. Das Markenzeichen, die ruppig böse, manchmal wütende und trotzdem immer auf den Punkt gebrachte Stimme von Alexx erinnert auf "Antikörper" mehr denn je an die alten OOMPH! ("Entlassen", "Ohne Dich"). Häufig mischt sich eine Frauenstimme dazu, meist elegant platziert wird sie doch teilweise als störend empfunden. Die Gitarren sind nicht mehr ganz so hart, die Elektronik dafür umso bärbeißiger. Ich sage es selten, aber hier ist der Beweis dafür, dass eine gewisse Vorhersagbarkeit und Eingängigkeit in gekonnt gemachter Musik keinesfalls von Nachteil sein muss. (sk)
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