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WHITE WOLF konnten Mitte der Achtziger einige Erfolge feiern, in der Zeit, wo das, was man heute Melodic Metal nennt noch richtig erfolgreich gewesen ist. Lange blieben die Kanadier um Bandleader Don Wolf aber nicht im Rampenlicht, nach zwei Alben ("Standing Alone", "Endangered Species") und guten Verkaufszahlen war dann aber urplötzlich für mehr als 20 Jahre Schicht im Schacht.
Jetzt sind WHITE WOLF ebenso urplötzlich wieder am Start und legen mit "Victim Of The Spotlight" ein Album, das zeitgemäß klingt, dem man aber gleichzeitig anmerkt, dass Don Wolf und sein Co-Songwriter Cam MacLeod dem treu geblieben sind, was sie früher gemacht haben.
Die zwölf Songs können bis auf einige Ausnahmen voll und ganz überzeugen und kommen ebenso knackig wie melodisch rüber. Anhand von melodischen Rockern wie dem Titeltrack, dem lockeren "The Wolf", dem schönen "Price Of One" oder dem tollen "Out Of Control" lassen keine Wünsche übrig, erst recht nicht, wenn WHITE WOLF die Zügel ein wenig anziehen und ein wenig JUDAS PRIEST durchschimmern lassen. Nur ab und zu bleibt Grund zur Klage: der ansonsten hervorragend gut gelungene Melo-Dampfer hat einen etwas zu cheesy geratenen Refrain und insgesamt hätte ein wenig Variabilität sicher nicht schaden können. Ansonsten kann man nur zu so einem Debüt nach zwei Jahrzehnten gratulieren.
(lk)
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