Review

Cradle Of Filth - Harder, Darker, Faster (Thornography Deluxe) (CD&DVD)
 
Gothic/Black Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Roadrunner Records
Warner
64:43 min
18


 

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Dieses Review wurde bisher 887 mal gelesen.
Mit einer lumpigen CD ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen – schicke Digipacks oder farbiges Doppel-Vinyl müssen es schon sein. Und weil es beides von CRADLE OF FILTHs „Thornography“ bereits gibt, legen Roadrunner Records knapp eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung des Albums nach: „Harder, Darker, Faster (Thornography Deluxe)“ bringt die multimediale Vollbedienung auf zwei Tonträgern: Einer normalen CD die das komplette reguläre Album beinhaltet, und eine DVD mit dem, was die Veröffentlichung „Deluxe“ macht. Im MVI Format (ähnlich Sony/BMGs OpenDisc) finden sich auf ihr sechs neue Songs, Videoclips des Albums, ein Making Of zum Video zum tollen „The Foetus Of A New Day Kicking“ (neben kurzen Interviews mit den Beteiligten amüsiert vor allem der schöne Sonnenschein und die Kuhstallidylle), alle Songtexte, ein Remix-Tool für die CRADLE OF FILTH Songs „Lovesick For Mina“ und „Under Huntress Moon“ sowie eine Schnittstelle zu einem Onlineportal auf dem weiteres Material befindet. Am interessantesten hieran sind sicherlich die neuen Tracks im „Harder, Darker, Faster“ Teil, wobei der Titel nicht zu wörtlich genommen werden sollte, denn neben dem Intro sind typisch CRADLE OF FILTH nur das recht straighte "The Snake-Eyed And The Benomous" und das sich zu seiner Halbzeit schön thrashig eingroovende "Devil To The Metal". Zwei Coversongs finden sich ebenfalls, doch beide enttäuschen: "Halloween II" (Original von SAMHAIN/Glenn Danzig) ist abgesehen vom poppigen Chorus beinahe gutturaler Death Metal - musikalisch aber einschläfernd einfach. "Stay" (SHAKESPEAR'S SISTER) ist superkitschig, schunkelige Gitarren und weibliche Vocals dominieren und erst im letzten Drittel setzt Dani mit etwas härterem Gesang ein - die zweistimmigen Parts wirken albern. Bleibt das fast balladeske "Courting Baphomet" – nett. An die Hymnen des regulären Albums (zum Review geht’s hier) kommt keiner der Songs heran. Die Ausstattung jedoch ist dekadent und verdient sich den Untertitel „Deluxe“ allemal -störend empfinde ich aber, dass die neuen Songs nicht über einen normalen CD-Player angehört werden können sondern einen Computer oder DVD-Player benötigen. (dod)
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