Review

Illdisposed - The Prestige (Tipp!)
 
Death Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
AFM Records
Soulfood
40:50 min
12


 

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Nach den beiden Hammeralben „1-800-Vindication“ und „Burn Me Wicked“ wäre ein weiterer Streich in dieser Richtung vermutlich nach hinten losgegangen. Die Mischung aus groovigem Death Metal, elektronischen Spielereien und gelegentlichem cleanen Gesang war einfach ausgereizt, so dass ILLDISPOSED auf ihrem neuesten Werk wieder einen Schritt zurück zu den basischeren Anfangstagen der Band gegangen sind und alle Extras über Bord geworfen haben. Das mag den einen oder anderen Fan, der erst durch diese beiden Scheiben auf die Band aufmerksam geworden ist, vor den Kopf stoßen, doch die Konsequenz hat sich auf alle Fälle, wie bereits in unserer Listening-Session zu lesen war, ausgezahlt. Jakob Batten, Bo Summer und Co. lärmen wieder aufs Nötigste reduziert, schießen aber in Sachen Groove aus der Buxe wie eh und je! Es ist einfach geil, wie diese Band es schafft, ohne große „höher, schneller, weiter“-Attitüde tonnenschwere Geschütze aufzufahren, die einen am Liebsten immer wieder rhythmisch mit der Rübe auf die Tischplatte knallen lassen. Während andere Combos die Blastspeed-Keule auspacken und Wer-ballert-am-Schnellsten-Triggerorgien feiern, lassen es ILLDISPOSED trotz diverser schnellerer Einschübe relaxt und cool angehen. Oder anders: während andere an der Ampel mangels Motorleistung laut aufheulen und rumprollen, lassen die Dänen den dicken V8 blubbern, der bereits aus dem Drehzahlkeller mit massig Drehmoment keine Zweifel aufkommen lässt, wer die dicken Hosen anhat. Mit nach vorne peitschender Groove-Power hauen einen Donnerwetter wie „The Tension“, „Working Class Zero“, „A Child Is Missing“ oder das teilweise in deutsch gekreischte „Ich Bin Verloren In Berlin“ (in der Tradition von „Illdispunk´d“) geradewegs aus den Latschen. Zugegeben: auch ich vermisse ein wenig die Prise zusätzliche Musikalität der letzten beiden Alben, denn ein wenig mehr Abwechselung hätte „The Prestige“ nicht geschadet, aber das ändert nichts daran, dass diese Platte einfach ins Blut geht und süchtig macht. Wahnsinn! (do)
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Tourdaten
 
28.04.2012Paderborn - Metal Inferno Festival
03.05.2012Berlin - K17
04.05.2012Oberhausen - Helvete
 
Weitere Infos
 
 
Internet
 
www.illdisposed.dk

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