|
Mit Deepak stellt sich mal wieder eine Band vor, die sich von der Musikindustrie enttäuscht sieht („gelangweilt vom mainstream, enttäuscht vom rest“ wie es so schön im Infozettel heißt) und daher die Sache selber in die Hand nehmen will. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus vielen Stilen, die Härte und Melodie zu verbinden sucht und dies auch weitestgehend schafft. So verwendet man auf der einen Seite Hardcore - Elemente zusammen mit Stakkato-haftem Riffing, wodurch eine zwar etwas abgehackte, aber recht aggressive Stimmung aufgebaut wird. Auf der anderen Seite setzt man dagegen auf ruhige, meldoische Sachen, welche mehr in die Gothic oder New Wave Ecke tendieren. Einflüsse aus dem Elektrobereich weist man auch nicht von sich und läßt sie immer wieder einfliessen. Hinzu kommt noch eine sehr ruhige Stimme, welche einen starken Gegensatz zu den Schreien bietet. Das Gesamtbild von Deepak auf „Come Play“ baut nun auf dem Spiel zwischen diesen beiden Extremen auf. Am besten gelingt dies bei „“Today Is My Day“, während aber auch „Next Friday“ sehr gut mit diesen beiden Stilen spielt. Wenn man dann noch sieht, daß die Mini-CD in den Stage One Studios von Andy Classen produziert wurde, überrascht es nicht, daß der Sound keine Wünsche offen läßt. Für Traditionalisten ist Deepak sicher nichts, doch sollte sich die Fraktion, die sich mehr mit moderneren Sounds beschäftigt mal ein Ohr riskieren. (hoschi)
|