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Da war sie nun also – die erste Listening Session bei der neben Journalisten
aus ganz Europa (u.a. England, Griechenland, Italien usw.) auch wir vom
Metal Inside vertreten gewesen sind. Aber fangen wir am Besten von vorne an: Natürlich folgte ich gerne der Einladung am 07.10.00 nach Esslingen in den "Eisbär" (Stammlokal von den Jungs von Primal Fear) zu kommen, um sich schon mal einen ersten Eindruck von der neuen Primal Fear CD "Nuclear Fire", die im Januar 2001 erscheinen soll, zu verschaffen. Kaum hatte ich das Lokal betreten, lief mir auch schon Ralf Scheepers (Vocals) über den Weg und ich mußte schon zwei mal hinsehen, um ihn auf Anhieb zu erkennen, denn Ralf hat neuerdings einen 0 mm Haarschnitt, da er nach, ich glaube es waren 16 Jahre etwas anderes ausprobieren wollte. Uns solls egal sein, denn Hauptsache an seiner Gesangsleistung ändert sich nichts... Nachdem sich dann alle Schreiberlinge eingefunden hatten, konnte es auch endlich losgehen. Stolz stellte Mat Sinner (Bass) erst einmal die gesamte Band vor wonach auch gleich der erste Song des neuen Albums angekündigt wurde: "Angel in Black". Dann war es erst einmal ganz ruhig im Eisbär und alle warteten gespannt, bis es denn nun losging. Ich bekam eine richtige Gänsehaut, als dann das erste rauschen und donnern durch die Anlage, die natürlich voll aufgedreht war, lief und dann auch sofort die knallharten Drums und superschnelle Gitarrenriffs einsetzten. Wau was für ein geiler Opener: Power Metal der feinsten Sorte, ein hymnenhafter Refrain bei dem Ralf Scheepers wie immer alles gibt. Obwohl der Song alles andere als kommerziell klingt, haben es die Jungs aus Esslingen gewagt dazu ein Video zu drehen, worauf sie auch sehr viel wert legen. Der nächste Song "Kiss of Death" wird durch hervorragendes grooviges Riffing geführt und die beiden Gitarren von Henny und Stefan kommen voll zur Geltung. Nächster Killersong ist "Back from Hell" der durch seine schnellen aggressiven Gitarrenriffings und die druckvollen Double Bass Drums zu einem der härtesten Primal Fear Songs überhaupt gehört. Während der Refrain Part von Ralf ziemlich clean gesungen wird, kann man den Rest vom Song viele Parallelen zu der Stimme von Rob Halford erkennen. Das passende Gegenstück zur Übernummer "Under your spell" vom letzten Album ist eindeutig "Now or never" welches ebenfalls mit einem Keyboard Intro beginnt und dann zu einem ziemlich slowen und melodischem Mittempo Stück wird. Natürlich haben PF auch wieder jede Menge typische Primal Fear Songs mit groovigen Rythmen und eingängigen Refrains wie z.B "Eye of an eagle", "Red Rain" oder "Fire on the horizon". Der Titelsong "Nuclear Fire" ist mit seinen ganzen Soli, den double Bass und seinem typischen Power Metal Touch in meinen Augen der abwechslungsreichste Song des Albums mit einem nahezu hymnenhaften Refrain Part. Er handelt dabei von Luftschlachten von Adlern als Science Fiction Geschichte erzählt, die jedoch wie Ralf meinte, jeder Mensch auch auf sich beziehen könnte. Besonders stolz sind Primal Fear auch auf "Fight the fire" bei dem Henny deutlich seine Finger mit im Spiel hatte, was man besonders an den vielen thrashigen Passagen merkt, die mich doch stellenweise ein bißchen an die alten (!!) Metallica Songs erinnern. Eigentlich zu erst nur als japanischen Bonustrack gedacht war "Iron Fist in a velvet Glove". Doch nachdem der Song dann fertig war sah PF zum Glück ein, daß dieser sehr melodische Song zumindest auf die Erstauflage gehört, da er keinesfalls zweitklassig ist. Auf der "Jaws of Death" Scheibe haben PF ja bekanntlich ganz auf eine richtige Ballade verzichtet, was auf "NF" zum Glück nicht der Fall ist. "Bleed for me" rundet das gesamte Erscheinungsbild noch hervorragend ab und zeigen deutlich die musikalische Vielfalt die in der Band liegt. Softe, cleane Vocals, gefühlvolle Gitarrenarrangements und Lead Guitar Soli ohne jedoch dabei auf die nötige PF Härte zu verzichten. Nein, "Living for Metal" ist definitiv kein True Metal Song über Power, Glory, Swords and Steel, sondern erzählt einfach die Lebenseinstellung der Schwaben und ihrer Hingabe gegenüber des Metal. Living for Metal eben.!!!! (xhb) |