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Listening Session Manowar

"Brothers everywhere, raise your hands into the air we're warriors, warriors of the world. Like thunder from the sky, sworn to fight and die we're warriors, warriors of the world." Mit hämmernden, druckvollen Riffs knallt der Titelsong des neuen Manowar-Albums durch die Empfangshalle des belgischen Galaxy Studios.Ungläubiges Staunen und offene Münder bei der versammelten internationalen Journalistenmeute. Ob aufgrund der Qualität des neuen Materials oder der Tatsache, dass es wirklich und endlich ein neues Studioalbum der "Kings Of Metal" gibt ist noch unklar. Aber der Reihe nach: Im malerisch ländlichen Mol in Belgien nahe der holländischen Grenze befindet sich eines der modernsten Aufnahmestudios der Welt. Das Galaxy Studio ist nicht nur mit allem erdenklichen Luxus den man (o-war) sich wünschen kann ausgestattet, sondern es setzt durch die moderne Austattung wie die welterste "8-channel analogue mastering console" auch im technischen Bereich neue Maßstäbe. Als die deutschen Krawallmacher Rammstein vor einigen Wocher hier ihr neues Album einspielten, vibrierten durch die pure Power und Lautstärke der Musik unglaubliche 600 Tonnen Beton ca. 2 bis 3 cm.

Ob das die lauteste Band der Welt toppen kann?

Die ersten Klänge des neuen Materials klingen vielversprechend. Warriors Of The World kommt mit einem hämmernden, baßlastigen Einstieg daher. Dem typischen Männerchor folgt ein Eric Adams, der mit beschwörender Stimme dem Geist des Heavy Metals huldigt. Der Refrain ist gewohnt hymnisch. Der zweite Song Swords In The Wind startet episch und stützt sich dann recht minimalistisch auf nichtverzerrte Gitarren. Erinnert an "Heart of Steel".

Das dritte Stück Nessun Dorma sorgt erst einmal für verwirrte Blicke bei den meisten Anwesenden. Kenner wissen daß Manowar speziell um den italienischen Fans eine Freude zu machen ein opereskes Stück im Stile von Pavarotti und Co aufgenommen haben. Eindrucksvoll, auch wenn sogar Eric Adams hier an seine stimmlichen Grenzen stößt (vor allem wenn man die Liveversion sieht, die uns später auf Video vorgeführt wurde).

Mit Hand Of Doom folgt das meines Erachtens nach stärkste neue Stück. Ein Einstieg der ein wenig an die Finnen von Children of Bodom erinnert. Der Song ist schnell, hart und geht nach vorne. Parallelen zu "Return of the Warlord" tun sich auf, ein Manowar typisches Frickelsolo und straighte Bass-Drum Attacken runden die Sache ab.

Zu guter letzt bekommen wir noch Call To Arms um die Ohren geblasen. Im Vorfeld vollmundig als "Hail and Kill" des neuen Albums angekündigt wirkt der Song in meinen Ohren eher schwach. Hackendes Riffing, ganz netter Refrain, aber nichts besonderes.

Fünf von insgesamt zehn neuen Stücken, die auf "Warriors Of The World" erscheinen werden habe ich nun gehört. Fünf Songs die die Erwartungen, die an Manowar gestellt werden erfüllen, wenn auch kein neuer Standart geschaffen werden wird. Aber das wollen Manowar auch gar nicht. Bei der abschließenden Pressekonferenz erklärt Joey DeMaio daß es wieder darum ging die Musik zu machen, die Fans hören wollen, nämlich mit Herz gespielten "pure fucking Heavy Metal". Das sei auch einer der Gründe gewesen, warum es so lange gedauert hat mit dem neuen Album, wie Joey weiter erläutert, die Band wollte halt keine Fließbandarbeit abliefern. Auch einer der Gründe warum man das hervorragende Galaxy Studio zum abmischen gewählt hat.

Besonderes Interesse zeigen die Schreiberlinge vor allem an Eric Adam, der mit Fragen über das für Manowar Verhältnisse progressivste Stück Nessun Dorma überhäuft wird. Nein er habe keinen Gesangsunterricht genommen, sich aber bei anderen Sängern das ein oder andere "abgeguckt". Insgesamt ist noch das große Engagement der Band hervorzuheben. Es ist nicht nur ein Klischee, eine gewisse Fanfreundlichkeit ist bei Manowar vorhanden. So wurden brav alle Autogramm- und Fotowünsche erfüllt und die Jungs mischten sich nach der Veranstaltung unter die Leute (wobei Fans und Journalisten hier größtenteils gleichzusetzen sind).

Joey gab jeden zum Schluss die Hand und sprach alle Leute mit "my brother" an, was zumindest bei mir für warmherzige Belustigung sorgte.

Ich möchte noch zum Abschluss dem Promotionteam von Nuclear Blast danken, welches uns freundlich zu Seite stand und uns vor allem nach der Veranstaltung einige interessante Aspekte des Brüsseler Nachtlebens näher brachte. Desweiteren Georg und Ulrike von POWERMETAL.de, die uns nicht nur mit nach Belgien nahmen, sondern mit deren Hilfe es mir auch gelang Nico während der Autofahrt in den totalen Wahnsinn zu treiben. (JA, das haben sie tatsächlich aber am Ende hatten wir uns dann doch alle lieb - Anm. d. Chefs) (pemi)

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